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brunner+gräbner in neue Verpackung online: Variable Daten auf unterschiedliche Substrate drucken | brunner+gräbner

Neue Verpackung veröffentlicht Artikel zum Thema Veredelung von Verpackung und Etiketten mit individualisierten Inhalten. 

 

Mit Desktop-kompatiblen Drucksystemen im eigenen Unternehmen drucken; dabei Verpackungen und Etiketten mit individualisierten Daten, Logos und Bildern veredeln: Mit neuen Drucktechnologien ist das heute möglich – selbst, wenn es um so heikle Dinge wie sicherheitsrelevante Daten geht.

Individualisierung ist ein Megatrend. Für Unternehmen eröffnen sich dadurch neue Geschäftsfelder und Wettbewerbsvorteile. Im 21. Jahrhundert sind Kunden keine homogene Masse mehr. Sie sind Individuen, die individuell angesprochen werden möchten. Das Stichwort lautet „variable Daten“. Auch der Gesetzgeber verlangt mehr Individualisierung: Hier geht es um Sicherheit und Transparenz – beispielsweise bei der Forderung nach rückverfolgbaren, individuellen Identifikationsnummern zur Absicherung gegen Fälschungen. Wie lösen Unternehmen die technischen Herausforderungen der Individualisierung von Verpackungen? Vieles ist inzwischen inhouse möglich. Die Zeiten, als man für Druckaufgaben zwingend externe Dienstleister brauchte, sind vorbei. Wer variable Daten drucken möchte, muss sich aber zunächst einige Fragen stellen. Beispielsweise: Wie sieht das Substrat aus, auf das ich drucken möchte? Entscheide ich mich für Etiketten- oder Direktdruck? Wir stellen Drucksysteme vor, die beides können.

Variable Daten auf Etiketten drucken

Das Drucksystem M1-C hat der US-Hersteller Astrojet speziell für den individualisierten Etikettendruck entwickelt. Das Tischgerät misst nur 28 x 54 x 54 cm. Bei einer Geschwindigkeit bis 30,8 cm/s bedruckt der M1-C pro Monat bis zu 350.000 Etiketten mit varia­blen Daten in Farbe. Und das bei einer hohen Auflösung, die auch das Drucken sensibler Daten (beispielsweise fälschungssichere Markierungen) ermöglicht. Auch saisonale Marketing-Botschaften druckt der M1-C vielfarbig auf Etiketten. Diese können bis zu 20 cm breit sein. An den M1-C kann der Betreiber eine Aufwickel-Einheit anhängen, welche die selbstklebenden Etiketten direkt für das Anbringen am Produkt vorbereitet. Das Drucksystem ist ähnlich einfach zu bedienen, wie ein normaler Bürodrucker: Sobald der Inkjet-Drucker mit einem einfachen Desktop-PC verbunden und eingerichtet ist, kann es losgehen. Was die Kosten für die Druckaufgabe und den Zeitaufwand betrifft: Variable Serien in Kleinstauflagen schlagen kaum mehr zu Buche als einheitliche Großauflagen.

Direktdruck und variable Daten

Wer direkt auf Umschläge und dicke Medien drucken möchte, entscheidet sich für den Astrojet S1 desselben Herstellers. Pro Stunde wirft er bis zu 3.600 Seiten im Letter-Format aus. Auch dieses Tischgerät liefert brillante farbige Druckergebnisse in hoher Auflösung. Für Unternehmen, die fälschungssichere und rückverfolgbare Daten auf Verpackungen abbilden müssen, ist das unverzichtbar. Die Steuerung des Systems erfolgt über einen einfach zu bedienenden Sieben-Zoll-Touchscreen. Größere Flächen bis zu einer Breite von 223 mm bedruckt das System Trojan Label T3-OP. Die Druckgeschwindigkeit liegt bei bis zu 18,3 m/min. Bei einer Druckqualität bis 1.600 DPI sind Farb- oder Schwarz-Weiß-Druck möglich. Der Trojan Label T3-OP bedruckt alle Arten von tintenabsorbierenden Oberflächen wie Papier, Kraftpapier und Karton. Gerade im Direktdruck geht es häufig um anspruchsvolle Prozesse: Hier müssen variable Daten in Serie gedruckt werden; dort sollen auf einer Produktionsstraße mehrere Seiten einer Verpackung veredelt werden. Auch dafür müssen Unternehmen heute keinen externen Dienstleister mehr beauftragen: Der Trojan Label T3-OP lässt sich in die Produktionsstraße integrieren. So ist es möglich, alle Schritte der Verpackungsproduktion in einem Unternehmen zu bündeln.

Fachleute helfen bei Installation

Um die Geräte passgenau in den Produktionsablauf des Unternehmens zu integrieren, holt sich der Anwender am besten hersteller­unabhängige Fachleute ins Haus. Anbieter wie Brunner + Gräbner aus dem Raum Nürnberg bieten Services über den gesamten Produktzyklus an. In Schulungen machen sie die Mitarbeiter fit für den Umgang mit dem seriellen Unikat-Druck. Sie wissen auch, was Unternehmen der Pharma- oder Chemiebranche beim Erstellen von Data-Matrix-Codes zur Fälschungssicherung beachten müssen.

Vorteile der neuen Drucksysteme

Variable Daten im eigenen Unternehmen zu drucken, ist heute also kein Hexenwerk mehr. Die neuen Drucksysteme bilden variable Barcodes und ID-Nummern in hohen Auflösungen auf Etiketten ab. Sie ermöglichen es auch, individuelle und farbige Marketingbotschaften auf Etiketten anzubringen. Dabei sind viele Geräte nicht viel größer als ein einfacher Bürodrucker. Wer mit End-to-End-Produktionseinheiten arbeitet, kann die Systeme in die Produktionsstraße integrieren. Was Unternehmen besonders freut: Die Druckkosten variabler Daten unterscheiden sich kaum von den Druckkosten von nur einem Motiv.

Hohe Druckqualität durch Memjet-Technologie

Bei anspruchsvollen Bedruckungsaufgaben können Betreiber heute auf die Inkjet-Technologie zurückgreifen. Für die hochauflösende Druckqualität der vorgestellten Systeme ist die darin verbaute Memjet-Technologie verantwortlich. Typisch dafür sind besonders energieeffiziente und geräuscharme Druckköpfe. Mit der sogenannten „Wasserfall“-Technologie geben sie pro Sekunde Millionen von Tintentropfen ab, die das Druckmedium wiederum in Millisekunden vollständig aufsaugt. Weil der Druckkopf dabei nicht hin- und herfährt, druckt ein solches System im Vergleich besonders präzise. Auch ein Vorteil: Was die Pflege des Memjet-Systems betrifft, müssen Unternehmen kaum Aufwand betreiben.

Beispiel aus der Praxis

Ein Familienunternehmen aus dem Getränkebereich nutzt den Astro M1-C, um variable Etiketten zu produzieren, die direkt auf Flaschen aufgebracht werden. Das Sortiment ist groß und ändert sich je nach Saison. Man bietet auch Spezialabfüllungen und Sondereditionen für Kunden an. Die Druckqualität der Etiketten für die hochpreisigen Getränke-Editionen muss gleichbleibend hoch sein. Dies ermöglicht der Permanentdruckkopf des Geräts. Die Produktion ist stark individualisiert: Wenn die Marktnachfrage für ein spezielles Produkt steigt, will der Hersteller direkt reagieren können. Da variable Daten zuverlässig verarbeitbar sind, spart er sich den Arbeitsschritt, einheitliche Etiketten-Rohlinge nochmals zu beschriften – Abfülldatum und Standortangaben zu den verarbeiteten Früchten werden einfach gleich mit aufgedruckt. Bei besonders edlen Tropfen wären selbst individuell nummerierte Flaschen möglich – oder im Rahmen von Marketingkampagnen: Händler-Signets und persönliche Widmungen. Der finanzielle Mehraufwand für die Produktion geht dabei gegen Null.

Dieses Erfolgsbeispiel lässt sich auf viele Branchen übertragen. Bei nahezu gleichbleibendem Aufwand sind unterschiedliche Etikettendesigns bis hin zu Siegeletiketten mit persönlichen Aktions-Codes möglich. Hilfreich ist das insbesondere für die Chemie- und Pharmabranche: Seit Inkrafttreten der EU-Richtline 2011/62/EU zur Bekämpfung von Arzneimittelfälschungen, ist die zuverlässige Verarbeitung variabler Daten ein Muss.

Dieser Artikel wurde am 06. November 2018 in neue Verpackung online veröffentlicht.